Marke law blog gelöscht

4. Februar 2010, 09:29:22 Uhr von Dennis Sevriens, Rechtsanwalt + Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz | Kein Kommentar |

LBR berichtet, dass die law blog auf Antrag einer Anwaltskanzlei aus Pforzheim nach § 50 durch das Deutsche - und () gelöscht wurde. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Beschwerde zum Bundespatentgericht (BPatG) ist zulässig. Udo Vetter überlegt noch, ob er Beschwerde einlegt.

Als ich im Jahr 2005 (!) unseren BERLIN BLAWG vorübergehend mit Law betitelte, schrieb mir Udo Vetter, dass er sich nicht sicher sei, ob er jetzt seine verteidigen müsse. Deswegen riet er mir dazu, unseren umzubenennen. Dies taten ich zwischenzeitlich; zwar auf seine Veranlassung (für die Inspiration bin ich noch heute dankbar), aber nicht aus rechtlichen, sondern allein aus geschmacklichen Gründen. Ich antworte Herrn Vetter am 29. August 2005 per :

Sehr geehrter Herr Kollege Vetter,

die Möglichkeit, dass wir unseren Blog umbenennen, besteht natürlich.

Andererseits bin ich der Auffassung, dass die „law blog“ in sämtlichen Schreibweisen nicht eintragungsfähig ist, weil diese erstens freihaltebedürftig und zweitens auch rein beschreibend ist. Und drittens ist die der älteren Marke „law blog“ so schwach, dass eine mit der „BERLIN LAW BLOG“ außer Frage steht.

Aber wir wollen ja keinen Streit! Deshalb werden wir uns einen anderen ausdenken.

Ich bin ja mal gespannt, wie das auf Ihre Anmeldung reagiert. Ich prognostiziere aber, dass sich das Amt zunächst gegen eine sperren wird und argumentiert, dass Bezeichnungen, wie z.B. SPORT BLOG, INFO BLOG, VWL BLOG, BWL BLOG, JURA BLOG, MEDIZIN BLOG etc. auch nicht eintragungsfähig wären.

Es gibt doch auch noch den law-blog.de. Was machen Sie denn dagegen?

Aber wir haben entschieden und nennen unseren Law Blog nun BERLIN BLAWG.

Wenn Sie ablehnende Post vom DPMA bekommen sollten, dann holen Sie uns doch ins Boot. Wir können auch genau andersherum argumentieren ;-)

Das DPMA trug die Marke ein, was ich damals schon bedenklich fand. Bekanntlich holte uns Udo Vetter nichts Boot, sondern schickte den von mir sehr geschätzten Dominik Boecker ins Rennen, der allerdings auch keine Wunder vollbringen konnte.

Es geht mitunter auch ganz anders, als man denkt.

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