Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz
5. September 2006, 12:33:01 Uhr von Dennis Sevriens, Rechtsanwalt + Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz | Kein Kommentar |Im Ergebnis war Rechtsanwältin Isabel Voß mit dem Lehrgang Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz der Deutsche Anwaltsakademie in Berlin zufrieden, heißt es in einem Interview von Rechtsanwalt Tobias Sommer mit Rechtsanwältin Voß bei Markenbusiness. Und zwischendurch?
“Bei dem Kurs wurde scheinbar vergessen, dass der Fachanwaltstitel eine Qualifikation für den Praktiker ist. Man muss auch Klausuren schreiben. Warum dann an Examensklausuren angelehnte theoretische Klausuren verlangt wurden, die zudem auch noch ohne jegliche Kommentare zu schreiben waren und bei denen nicht mal für das Nachschlagen der Gesetzesvorschriften genügend Zeit blieb, hat sich mir nicht erschlossen. Diese Klausuren sind der große Nachteil des Fachlehrganges. Das Konzept muss an einigen Stellen noch einmal überarbeitet werden. Etwas enttäuschend sind auch die den Kurs begleitende Skripte ausgefallen. Für die Arbeit in der Praxis sind diese nicht besonders geeignet und dienen damit im Ergebnis überwiegend nur zum Lernen während des Kurses und danach als Staubfänger. Hier hätte ich mir ein mehr kommentierendes Nachschlagewerk gewünscht, das man auch nach Abschluss des Kurses noch benutzen kann. Schließlich haben wir eine nicht unerhebliche Summe für den Kurs investiert und hätten damit schon eine angemessene Gegenleistung erwarten können, die von dauerhafterem Bestand ist, neben der Hoffnung auf den Titel”,
meint Frau Voß.
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