Cracker Jack: Tauschbörse will deutsches Urheberrecht aushebeln

17. August 2006, 10:48:29 Uhr von Dennis Sevriens, Rechtsanwalt + Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz | Kein Kommentar |

iRIGHTS berichtet von der Hacker-Gruppe “The Digital Douwd”, die mit einem neuen Peer-to-Peer-System Klagen der Musikindustrie verhindern will. Die eigentlich nicht neue Technologie, BitTorrent funktioniert ganz ähnlich, soll dafür sorgen, dass nicht mehr vollständige Kopien urheberrechtlich geschützter Werke verbreitet werden. iRIGHTS erklärt:

” Im OFF-System soll es nun keinen Tausch von ganzen Dateikopien mehr geben. Stattdessen sollen kleine Teile von Dateien mit kleinen Teilen anderer Dateien oder Blöcken von Zufallszahlen logisch zu Datenblöcken verknüpft, gespeichert und verbreitet werden, die dann nicht urheberrechtlich geschützten wären. Beim Download werden alle benötigten Datenblöcke eingesammelt und wieder in der richtigen Reihenfolge zusammen gesetzt. Am Ende steht der Nutzer mit der gewünschten Kopie da, ohne dass diese Kopie “getauscht” worden wäre.

Immunität vor Klagen wollen die “Hacker” den Nutzern dadurch verschaffen, dass zu keiner Zeit eine vollständige, das verletzende Kopie in der unterwegs ist. Und ohne solche Kopie, so die Überlegungen des Hackers mit Spitznamen “Cracker Jack” in einem ausführlichen Dokument, wäre das Ziel der “Trennung von Besitz und Verletzungshandlung” erreicht. Die Musikindustrie hätte so keine Grundlage für ihre Klagen mehr.”

Irgendwie bleiben heftige Zweifel, ob es den Hackern wirklich gelingen wird, alle Gesetze zum umsegeln…

Die Namensidentität zwischen dem markenrechtlich geschützten Angebot Cracker Jack, von PepsiCo, Inc. aus den U.S.A. und dem gleichnamigen Hacker Cracker Jack sind wohl rein zufällig.

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