Bushido wegen Plagiatsvorwürfen vor Gericht
13. Januar 2009, 11:23:46 Uhr von Dennis Sevriens, Rechtsanwalt + Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz | 2 Kommentare |Nach den Musik-Rechtstreiten Kraftwerk gegen Sabrina Setlur und Moses Pelham, der zuletzt vom Bundesgerichtshof (BGH) entschieden wurde und den aktuellen Plagiatsvorwürfen von Jürgen Winter (Nordrach) gegen Garry Moore vor dem Landgericht München berichtet heute Die Stuttgarter Zeitung in einem lesenswerten Bericht über den eines französischen Rappers gegen Bushido.
Der Deutsch-Rapper muss sich vor dem Landgericht Hamburg gegen Plagiatsvorwürfe verteidigen. Der Franzose wirft dem Deutschen vor, sich mehr als nötig in seinem Repertoire bedient zu haben und fordert dafür seinen Anteil. Wer um die Tatsache weiß, dass es in Hip-Hop üblich ist und unter Rappern von gegenseitgem Respekt zeugt, sich bei der Konkurrenz zu bedienen und Inhalte durch Sampling zu übernehmen, kann sich denken, dass ein “Sieg Frankreichs” sehr wahrscheinlich ist.
Nicht wenige werden den Prozess von Bushido mit großer Schadenfreude beobachten und sich eine Verurteilung des deutschen Rappers wünschen. Der Grund für die Häme dürfte daran liegen, dass Bushido zahlreiche Abmahnungen wegen des unberechtigten Filesharing und Download seiner Musik anwaltlich aussprechen ließ. Wer das Internet nach Abmahnungen durch Bushido alias Anis Mohamed Youssef Ferchichi wegen Urheberrechtsverletzung
in peer-to-peer Netzwerken oder nach Rechteinhaber Bushido und Rechtsvertreter Rechtsanwälte Bindhardt, Fiedler, Rixen und Zerbe, Linden am Main sucht, wird zahlreiche Treffer finden.
Bushido leistete bereits Schadensersatz an die norwegischen Band Dimmu Borgir, weil er für seinen Song “Mittelfingah”, den er zusammen mit King Orgasmus und Bass Sultan Hengzt veröffentlichte, ein Sample von den Norwegern ohne deren Zustimmung übernommen hatte. Die amerikanische Band Nox Arcana wirft Bushido ebenfallls geistigen Diebstahl vor.
Gänzlich falsch läge Bushido mit seiner nachfolgenden Einschätzung von sich und seinem Umfeld, wenn er denn wirklich selbst daran glaubt.
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23. März 2010, 20:45 Uhr
[...] Die Anbahnung des Rechtstreits hatte ich bereits bei BERLIN BLAWG veröffentlicht. Schlagworte: Abmahnung, Anwalt, Hamburg, [...]
6. März 2011, 13:42 Uhr
Bin mal gespannt ob die BILD Zeitung Ihre Meinung gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg noch ändern wird und auch in die Hetzjagd der allgemeinen Medien mit einsteigt. Ich hoffe nicht das das das Ende seiner öffentlichen Karriere ist und wir Ihn doch noch als Merkels Nachfolger demnächst willkommen heißen dürfen. Egal, und der gute Herr Professor Lepsius der Herrn Guttenberg in aller Öffentlichkeit als Lügner bezeichnet, währe mal interessant welcher Partei er angehört, den Grünen, den Linken, der SPD? Ich denke zwar auch das Herr Guttenberg sich gleich viel Wissen im Vergleich zu seinem Doktortitel auf solchen Webseiten wie Hauslehrer erarbeiten hätte können – aber was zählt ist ja nicht die Theorie sondern die Praxis. Und dort ist er mit seinem Charisma und außergewöhnlicher Denkweise eben gut gewesen.