Die erste 18-Euro-Kanzlei nimmt ihren Betrieb auf

20. Oktober 2009, 10:47:21 Uhr von Dennis Sevriens, Rechtsanwalt + Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz | 4 Kommentare |

AUF DPMS INFO habe ich über den neuen Anwaltsdiscounter erreichbar unter der Internetadresse 18Euro.de berichtet. Fragte ich meine Leser und mich selbst damals noch, ob es sich um Satire handeln könnte, so kann ich heute mit Gewissheit berichten, dass die Initiative von Dr. Welf Haeger kein Witz, sondern ernst gemeint ist.

In Leverkusen hat die erste 18Euro-Kanzlei eröffnet. Die von 18Euro.de in der Pressemitteilung geäußerten Ziele gelten inhaltlich für jede Kanzlei und auch wir bei SEWOMA haben uns darauf spezialisiert, Prozesse mit Hilfe von EDV zu optimieren, damit wir schneller die Aufgaben und Wünsche unserer Mandanten erfüllen können.

Höchst-Spezialisierung

Trotz unseres “Preisbrecher-Angebots” geht es uns nicht darum, nur günstig zu sein. Der von heute erwartet auch bei niedrigen Preisen eine hohe Qualität.

Und hohe Qualität bedeutet für uns hohe Spezialisierung, denn „Je kleiner das Fachgebiet desto größer die darin erreichbare Kompetenz", erläutert Dr. Welf Haeger.

„Gemäß dieser Qualitäts-Philosophie ist jeder unserer Mitarbeiter fachlich nur für ein einziges Spezialgebiet zuständig.

Zusätzlich streben wir eine sinnvolle Begrenzung jedes Spezialgebiets an, so daß die "Kettenreaktion der Spezialisierung" um so stärker greift:

1. Besser
Die ständige Wiederholung der Problemlösungen bringt permanente Lerngewinne. Wer 5 mal pro Tag Trennungsunterhalt berechnet, sollte dies besser können als jemand, der das nur einmal im Monat tut. Außerdem kann man ein überschaubares Gebiet tief durchdringen und auch die kleinsten Details und die aktuellste kennen.

2. Schneller
Einarbeitungszeiten entfallen. Zur weiteren Beschleunigung können Rationalisierungs- und EDV-gestützte Automatisierungsmöglichkeiten sinnvoll eingesetzt werden.

3. Günstiger
Die standardisierte Bearbeitung führt zu erheblichen Zeit- und Personaleinsparungen, die niedrigere Preise ermöglichen.“

Die gesetzten Ziele klingen vernünftig; daher wünschen wir den Kollegen viel Erfolg.

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4 KOMMENTARE

  1. AS

    Also, wenn ich mir so – nach vielen Suchen – das Impressum anschaue, frage ich mich, ob das berufsrechtlich mit rechten Dingen zugeht. “[xxxxxxxxxxxxxxx]” und eine Handy-Nr.. [xxxxxxxxxxxx]. Alles höchst seriös.

    Im Übrigen fehlen sämtliche Verbraucherinformationen zu Dienstleistungsangeboten.

    Naja, bin mal gespannt, wer sich neben “[xxxxxxxxxx]” demnächst 18-Euro-Anwalt nennen darf.

    O mann.

    editiert: auf Wunsch einer namentlich erwähnten Anwältin wurde ihr Name entfernt!

  2. Dennis Sevriens, Rechtsanwalt & Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

    Ihr Beitrag zum Buch ”Sex, Drugs & Casting-Shows” hat mir gut gefallen. Auch weitere Beträge zu lesen, war erfrischend.

  3. AndyM

    Meiner Ansicht nach ist dies wohl ein Fall für die Anwaltskammer. Werbung zu machen mit 36 Euro die Stunde pauschal, egal um was es geht, ist meiner Ansicht nach berufsrechtlich problematisch.

  4. SEWOMA® | BERLIN BLAWG » Anwaltsduell: HeagerHartkopf ./. Melchior

    [...] überörtliche Anwaltssozietät HaegerHartkopf (BERLIN BLAWG berichtete) hat ausweislich einer Pressemitteilung vom 3. Dezember 2009 Rechtsanwalt Jürgen Melchior aus [...]

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